HORIZONT - BERLIN  Wilmersdorf
Freie Selbsthilfegruppe
für Menschen mit SuchtproblemenHome.htmlshapeimage_2_link_0
 

Die Selbsthilfegruppe

Was können Selbsthilfegruppen leisten?

Selbsthilfegruppen geben Hilfe zur Selbsthilfe. Ziel der Selbsthilfegruppen ist es, durch Vermittlung von Erfahrungen, Verhaltensweisen und durch die Aktivitäten der Gruppenmitglieder sich selbst und anderen ein Suchtmittelfreies Leben zu ermöglichen. Die Mitarbeit in den Gruppen ist grundsätzlich völlig freiwillig.

Verständnis zu finden, alle Gruppenmitglieder haben ähnliche Erfahrungen gemacht.

Isolation und Heimlichkeit zu durchbrechen.

Das Selbstwertgefühl durch regelmäßiges . „Arbeiten an sich selbst" zu   stärken“.

Die Selbstbestimmung zu verbessern. In der Gruppe ist jeder für sich selbst verantwortlich


Neues Verhalten zu erlernen


Teilnehmer der Selbsthilfegruppen sind nur Betroffene bzw. Angehörige von Betroffenen. Das Problem .,Alkohol" ist allen bekannt und verständlich. Durch die persönlichen Erfahrungen, die die Gruppenmitglieder mit ihrer Krankheit gemacht haben, können sie Hilfesuchenden Hinweise und Ratschläge geben. Dies betrifft nicht nur die Suchterkrankung, sondern auch die Auswirkungen auf das Umfeld und die Schwierigkeiten, die sich in der Gestaltung des täglichen Lebens ergeben. Zum Beispiel die Auseinandersetzung mit Wohnungsverwaltungen. Sozialämtern, Arbeitsämtern, Wohngeldstelle, Krankenkassen und Rentenversicherungsträgern. Im Rahmen der oft langjährigen Gruppenarbeit entdecken die Gruppenmitglieder immer neue Möglichkeiten der Hilfe, die im Netz der Sozialdienste zur Verfügung stehen.

Die Gruppentreffen finden einmal wöchentlich für eine Zeit von 2,0 Stunden statt. Die Treffen beginnen häufig mit dem sogenannten "Blitzlicht". Im Rahmen des „Blitzlichtes" hat jeder Teilnehmer die Möglichkeit kurz darzustellen wie es ihm geht und welche Probleme sich seit dem vergangenen Treffen ergeben haben. Bei Bedarf können Probleme nach dem „Blitzlicht" in der Gruppe besprochen werden. Jeder kann frei über seine Probleme reden und andere Gruppenmitglieder können Hinweise und Ratschläge geben. Oft erleichtern diese Schilderungen der Probleme den Betroffenen schon ganz erheblich.

Die Organisation der Gruppenarbeit und der Ablauf der Gruppenstunde hängen natürlich von der jeweiligen Gruppe ab. Dies betrifft auch das Angebot von Aktivitäten außerhalb der Gruppentreffen. Da es in fast jeder größeren Stadt mehrere Gruppen gibt, sollten Hilfesuchende sich zu Beginn in verschiedenen Gruppen informieren und dann die Gruppe wählen, in der sie sich aufgehoben fühlen. Neben den Gruppen der bekannten Selbsthilfeorganisationen wie z. B. Kreuzbund, Blaues Kreuz oder Anonyme Alkoholiker gibt es oft auch unabhängige Gruppen, die teilweise auch für Angehörige offen sind. Häufig gibt es aber auch eigene Gruppen für Angehörige wie z. B. bei den Anonymen Alkoholikern.Dies ist bei uns nicht der Fall.

Natürlich sind der Arbeit in Selbsthilfegruppen Grenzen gesetzt. Die Gruppenmitglieder sind Betroffene und verfügen zu einem Teil über beachtliche Kenntnisse und natürlich Erfahrungen. Sie sind aber keine ausgebildeten Therapeuten. Die Gruppe kann zwar zu bestimmten Themen Therapeuten einladen und mit ihnen diskutieren, aber sie kann keine Suchttherapie anbieten. Dies können und dürfen nur entsprechend ausgebildete Ärzte, Psychologische Psychotherapeuten und Heilpraktiker.

Niemand, auch keine Selbsthilfegruppe, will Suchtkranke und ihre Angehörigen zu ihrem Glück zwingen. Daher kann und soll niemand kontrolliert oder bevormundet werden. Der Erfolg der Gruppenarbeit hängt maßgeblich von der Mitarbeit der Mitglieder ab. Dazu gehört auch Ehrlichkeit und die Schweigepflicht nach außen.